Technik Episode 1: „Mobile Device Management“

Gleich zu Beginn stellte sich dich Frage, wie sich die Tablets wohl am Besten administrieren lassen. Auf der einen Seite stehen die Interessen der Kollegen, die so wenig wie möglich mit dem technischen Hintergrund zu tun haben wollen/sollen und auf der anderen Seite stehen die Admins, die von iPads (noch) wenig wissen und auf einen Schlag mehr als 40 Geräte verwalten sollen. Dabei wurde schnell klar, dass eine „Turnschuhadministration“* bei diesem Schulversuch nicht in Frage kommen kann. Ebenso bietet der Apple Configurator zwar zahlreiche Möglichkeiten, aber die Geräte müssen mit einem Kabel angeschlossen werden, um Veränderungen am System vorzunehmen. Etwas unpraktisch wenn die Geräte bei den Schülern zu Hause liegen und bspw. der Französischlehrer unbedingt am nächsten Morgen eine neue App benötigt…

Sogenannte MDM-Lösungen gibt es wie Sand am Meer, die jedoch fast alle etwas gemeinsam haben: Pro Gerät entstehen laufende Kosten von mehreren Euro pro Monat. Das summiert sich dann irgendwann mal ganz schön auf. Einige Lösungen (bspw. Casper-Suite) heben sich aus der Masse ab, indem sie dem Geräte- und App-Management auch pädagogische Elemente (Ein-App-Modus, Internet-Sperre, Geräte-Sperre,…) mitliefern. Sind aber wie gesagt nicht ganz billig. Wobei man sagen muss, dass es für Bildungseinrichtungen wirklich gute Angebote gibt, man sollte sich da nicht gleich von den Preisen auf den Homepages der Anbieter abschrecken lassen, wenn man an einer bestimmten Lösung interessiert ist.

Da wir aber viel Geld in die Infrastrukur (Stichwort WLAN**) und die Anschaffung der Geräte stecken mussten, haben wir uns dann für den Profil-Manager von Apple entschieden haben. Dazu benötigt man irgend einen Apple Rechner (ab ca. 550  €) und die Server App (19,99 €). Daneben gibt es keine laufenden Kosten. Welche Schritte wir unternehmen mussten, bis der MDM-Server vernünftig funktioniert hat weiß ich ehrlich gesagt -leider- nicht mehr. Es waren auf jeden Fall zahlreiche Nachmittage, die wir damit verbrachten. Ich weiß von anderen Schulen, bei denen es bei ähnlicher Vorgehensweise mehr Schwierigkeiten gab, aber auch von Schulen die keinerlei Schwierigkeiten bei der Einrichtung des Profil-Managers hatten. Aber es hat sich gelohnt. Dank DEP tauchen neu beschaffte iPads direkt im Profil-Manager auf und können dadurch Schülern direkt zugewiesen und zentral verwaltet werden (WLAN Konfiguration, App-Store sperren/freigeben, Mail-Konten zentral einrichten uvm.). Dank VPP können wir Apps zentral einkaufen (i.d.R. 50 % ermäßigt) und auf die Tablets pushen. Alles ohne ein Tablet in die Hand nehmen zu müssen.

Alles in allem lässt sich nach den ersten sechs Wochen festhalten, dass mit der derzeitigen Lösung der Französischlehrer und der Admin zufrieden ist – und das ist doch schonmal was 

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*man geht von Device zu Device, um Einstellungen vorzunehmen
** Dazu mehr in einer späteren Episode